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17.12.12

Verlaufstechnik im Aquarell

Um beim Aquarell eine Linie nicht hart wirken zu lassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.  Die Verlaufs- oder Nass in Nass-Technik.

Oben seht ihr das im Zentrum der Blume feine Schatten sind, in Blau und Grüntönen. Diese sind Nass in nass aufgetragen; d.h. ich befeuchte das Papier und lege dann sehr wenige Pigmente am Pinsel meinen Strich oder Fleck, den ich dann auch gleich wieder etwas verändere bei Bedarf, da das Papier nass ist habe ich keine Eile.  Wenn ich es vorher nicht befeuchte, würde es sehr schnell harte Konturen erhalten, die ich dann nicht mehr wegbringe.
Bei dem alten Bild von mir seht ihr eine sehr effektive Verlaufstechnik, unterhalb der Rosen mit intensivem Blau (Indigo mit preussich blau gemischt).
Dadurch erhalten die Rosen mehr Tiefe ich pusche sie nach vorne.


Wie ich das mache:
Zuerst befeuchte ich das Papier unterhalb der Hauptlinie an der ich langfahre mit Wasser, dann male ich mit blau auf diese trockene Stelle überlappend ins nasse Gebiet,  so wird die untere Kante sofort vom Wasser zerissen und löst sich auf. Um diesen Effekt zu verstärken kann ich das Bild aufstellen, so dass das Wasser und die Pigmente mit der Schwekraft noch mehr nach unten fliessen.

Im Moment male ich wieder einmal Lenzrosen.

 Hier kann ich euch vielleicht zeigen. dass ich immer wieder Schichten, oder wie man sagt Lasuren über das gut getrocknete Blatt lege.  Beim roten Blütenblatt seht ihr zudem, dass ich (auf dem trockenen Papier) mit einem feuchten Pinsel die Farbe wieder entziehen kann. Somit gibt es weiche helle Linien, ohne scharfen Kanten.




An diesem Bild erkennt ihr sehr deutlich im Hintergrund die Möglichkeiten des Nass in Nass malens. Es macht extrem Spass und ist überraschend was für Effekte entstehen. Die vorderen Sujet decke ich mit Maske ab, damit ich so richtig sorglos darauf malen kann.
Im nächsten Post zeige ich meine Weihnachtsdeko

eine entspannte Woche wünsche ich
Stephanie